Christian Wulff zurückgetreten

Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten.

Christian Wulff ist endlich vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten. Anstoß des überfällligen Rücktritts war ein Antrag der Staatsanwaltschaft, Wulffs Immunität aufzuheben. Natürlich habe er Fehler gemacht, sagte er heute Morgen, sei aber „immer aufrichtig“ gewesen und habe sich „rechtlich korrekt“ verhalten.

Doch nun seien seine Wahrnehmungsmöglichkeiten beschränkt, könne er seine Aufgaben wegen der Vorwürfe gegen ihn „nach innen und außen“ nicht mehr richtig wahrnehmen.

Keine Entschuldigung, keine Reue, kein Bedauern. Christian Wulff beweist auch im Abgang, dass er von einem Amt zurückgetreten ist, für das er schon immer eine Fehlbesetzung war.

Deutschland brauche einen Präsidenten, der uneingeschränkt das Vertrauen der Bevölkerung habe und sich den gewaltigen nationalen und internationalen Herausforderungen widmen könne, sagte Wulff. Wie wahr!

Das können indes nur die Mindestanforderungen an den Nachfolger Christian Wulffs sein. Vermutlich finden die Parteien um Angela Merkel bei ihrer morgigen Sichtung noch keinen Kandidaten, schon um diesen nicht verfrüht in die öffentlichen Schlagzeilen zuwerfen. Wir werden bald sehen, wer aussteigt, wenn Angela Merkels Personalkarussell diesmal zum Stehen kommt.

Bayerns Ministerpräsident und Präsident des Bundesrates Horst Seehofer (CSU) wird vorerst die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten übernehmen.

zwischenrufer / 17.02.2012

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