Entsetzen im Werra-Meißner-Kreis: Grüne weiter gegen A44

Daniela Wagner, Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Wiesbaden fordert die A44 nicht zu Ende zu bauen.

Vergangenen Samstag (28.06.2012) war in der Witzenhäuser Allgemeine (HNA) zu lesen, dass die Grünen-Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner fordert, die A44 zwischen Kassel und Eisenach, genauer die noch nicht begonnenen Teilstücke von Waldkappel bis Wommen (beides Werra-Meißner-Kreis, Hessen) nicht mehr zu realisieren und die gewaltigen Baukosten von voraussichtlich noch einmal 766 Millionen Euro einzusparen.

Kleine Anfrage, große Empörung
Die Darmstädter Abgeordnete, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, bezog sich in ihrer kleinen Anfrage auf eine aktuelle Verkehrszählung des BUND, nach dem sich das Verkehrsaufkommen im Werra-Meißner-Kreis „zum Teil erheblich verringert“ habe. Sie schließt sich damit dem hier in der Region als zynisch empfundenen Grundtenor des BUND an, der wiederholt argumentiert hatte, die Region sei mittlerweile ja ohnehin deindustrialisiert, da brauche es dann auch keine Autobahn mehr.

Populisticher Schuss ins Sommerloch
Natürlich ist die Pressemeldung der ehemaligen Darmstädter Schuldezernentin und Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin ein populisticher Schuss ins Sommerloch und wird (hoffentlich) am dringend herbeigesehnten Autobahn-Lückenschluss nichts ändern. Selbst das Wahlergebnis der Grünen im Werra-Meissner-Kreis wird die einfältige Forderung nicht mehr schmälern können: Die grüne Partei und der BUND als ihr operativer Arm, sind in Nordhessen, zumindest östlich Kassels, wo man seit einem Jahrzehnt auf die Fertigstellung der A44 wartet, längst untendurch. Die Bürger werden nicht vergessen, dass der BUND zwar im gesamten Planungsverfahren beteiligt war, aber dennoch wegen der Lebensverhätnisse von Kröten, Molchen und Fledermäusen gegen jedes Teilstück der A44 bis in die letzten gerichtlichen Instanzen klagte. Mit dem Ergebnis, dass der dringed notwendige Autobahn-Lückenschluss zwischen Nordhessen und West-Thüringen auch nach 20 Jahren Planungs- und Bauzeit noch immer nicht fertiggestellt, dafür aber erheblich teurer geworden ist.

Mißbrauch der Klagebefugnis des BUND
Wissen Sie was, liebe Leser? Manchmal bin ich froh, nicht für ein staatstragendes, anzeigenfinanziertes Blatt zu arbeiten. Ich kann schreiben was ich denke und mich sogar vorbehaltlos an die Seite des Hessisch Lichtenauer Bürgermeisters Jürgen Herwig (SPD) stellen: Nicht die Autobahn ist Steuerverschwendung, denn sie wird, wenn sie endlich fertiggestellt sein sollte, den darniederliegenden Werra-Meißner-Kreis deutlich voranbringen. Maximale Steuerverschwendung ist indes der konsequente Mißbrauch der organschaftlichen Klagebefugnis des BUND. Und das einzige, werte Daniela Wagner, was nicht mehr zu verantworten ist, sind die regelmäßigen zynischen, wahrheitswidrigen und hochideologischen Einlassungen Wiesbadener Wohlstandsbürger. Bitte drangsalieren Sie doch im nächsten Sommerloch – oder wann auch immer – einfach ihre Wiesbadener Wähler.

A44 – schnell und vollständig!
Wir in Nordhessen wissen genau was wir von der Politik erwarten: Dass die A44 endlich schnell und vollständig zu Ende gebaut wird. Auch wenn es manche Grüne nicht glauben wollen: Natur haben wir genug hier im Werra-Meißner-Kreis. Was hier fehlt sind Infrastrutur, Gewerbe und Industrie, kurz: wirtschaflliche Perspektiven und Entwicklungschancen und die damit verbundenen Arbeitsplätze in der Region.

zwischenrufer / 02.08.2012

Interessante Links:
>>> Bürgermeister Jürgen Herwig erklärt die A44 bei Hessisch Lichtenau per Video.
>>> „Wehret den Anfängen“; Marktspiegel vom 01.08.2012

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