Diablo III im Betatest

Diablo III - In der Beta ist die Grafik noch nicht überzeugend!

Da habe ich mich auf etwas eingelassen. Natürlich würde ich gerne nur Positives berichten. Doch das ist nicht ganz leicht, wer als Diablo-Fan bereits in der Beta mitspielen darf, wird mitfühlen.

Diablo III ist ein echtes Diablo
Vornweg: Ja, Blizzards neues Diablo III ist es ist ein echtes Diablo geworden!  Atmosphärisch knüpft Diablo III, das zeigt bereits der in der Beta spielbare erste Akt,  klar am Vorgänger  Diablo II an. Aber ich habe zwischenzeitlich – es sind ja immerhin fast 12 Jahre seit Veröffentlichung vergangen – WOW, Sacred, Titan Quest und Rift gespielt,  Risen, Gothic 3, aber auch das superlustige Torchlight, DeathSpank, Magicka und – zuletzt – Dungeon Defenders .  Vielleicht ist genau das mein Problem.

Willkommen in Neu-Tristram
Mein erster Avatar, ein Zauberer, wird von Deckhard Cain, wem sonst,  von Neu-Tristram aus entlang der üblichen Quest  durch die Geschichte geschickt. Immerhin bleiben mir zum Leveln die nervigen Dummquests ( „Töte20 böse Schmetterlinge“)  erspart: Längs der Wege gibt es genug der altbekannten Gegnergruppen zu bezwingen und zu plündern. Wie selbstverständlich treffe ich auf die erwarteten Kellerlöcher,  Mobgruppen, Bossgegner. Und natürlich bin ich nach wenigen Minuten von dieser blizzardtypischen, süchtigmachenden Sammelwut befallen. Kaum habe ich den Schmied befreit und damit freigespielt, öffnet sich zudem ein – vermutlich solides – Crafting-System, das sich allerdings wegen der Beta-Levelbegrenzung (auf 13) derzeit nur antesten lässt. In fremde Spiele findet man nicht immer, dafür spielen wohl noch zu wenige mit, eigene Spiele lassen sich allerdings problemlos öffentlich machen und schon finden sich die ersten Mitspieler ein. Nach vier Stunden des Testens fiel am Ende des ersten Aktes dann doch unvermittelt der Vorhang für den Beta-Content.

Martial Art und schlechte Grafik
Mein zweiter Char, ein Mönch im Hardcore-Modus, ist ein lustig animiertes Kerlchen mit martialer Kampftechnik. Ich will mich dabei natürlich mitten ins Geschehen stürzen, doch das Mausrad, mit dem ich in die Totale zoomen will, ist ohne Funktion. Neben der Standardeinstellung lässt sich lediglich per  Z-Taste näher an das Geschehen heranzoomen. Allerdings kann es durchaus sein, dass in dieser Perspektive Hindernisse die Sicht versperren.  Dafür wird dann ganz unverkennbar (siehe Foto), was für eine – Entschuldigung – jämmerliche Grafik uns Blizzard da anbietet – und dabei auch noch meine (aktuelle) Grafikkarte auf Volllast testet. Eine echte Egoshooter-Perspektive konnte ich zudem auch nicht finden. Merkwürdig, das haben andere Spieleschmieden in den vergangenen Jahren schon besser gelöst. Ein Mitspieler schrieb mir im Chat, das müsse so sein, sonst wäre es nicht Diablo. Eine überzeugende Antwort ist mir erst später eingefallen: Das kann nicht so sein, sonst wäre es nicht 2012! Ich kann nur hoffen, dass das fertige Spiel an diesem Punkt deutlich überzeugender wird.

Fazit: Warten auf den 15.05.2012
Zum Ende hin ein kleiner Trost für alle, die noch keinen Diablo III Betakey haben: Mehr Content und Spielspaß als oben beschrieben bietet die Beta nicht. Fortgeschrittenen Content bereits in der Beta oder gar ein Softstart aus der Betaphase heraus, wie wir es letztes Jahr bei RIFT erlebten, soll es nicht geben. Daher gilt auch für mich ab sofort wieder: Warten auf den 15.05.2012.

 zwischenrufer / 23.03.2012

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *